auf Station

Die schwere Tür fällt zu,
rechts die blaue Kuh macht Muh.

Elefanten fangen an zu flüstern,
tuscheln sichtbar durch die Nüstern.

Hände zwingen sich zum permanenten Waschen,
Der Oberst kann nur echte Schwestern naschen.

Ich muss hier raus,
Ich halte das nicht aus.

Ich zähle jetzt bis drei,
und wehe, ich hole wirklich echt die Polizei.

Mein Kopf rennt schon einmal vor,
den Körper lass ich hier.

6 Mann greifen meine Glieder,
ich selbst vollstrecke mich dann nieder.

Stolpere über eine bunte Halluzination,
falle dann mit lachendem Gesicht auf den Boden der Station.

Horizotal fixiert
wird mir der Panther rezitiert.

Ilka hat den Rillke lieb,
man sagt, ich sei ein ganz beschissener Dieb.

Herz gestohlen, auf Zeit gespielt,
Vertrauen misbraucht, mit Gefühlen gedealt.

Eugen sitzt, träumt, abwesend, blickt meist dumm,
sprachlos, weil Haldol macht Seele stumm.

Links die Mutter kann ihr Kind nicht lieben.
Rechts der junge Mann zerstörrt, weil dessen Freundin hat den Fötus abgetrieben.

Die fragile Oma will zum Mars geschossen werden.
Für Sie gibt es keinen Platz auf Erden.

Verhext, verhext, Brittas Augen leuchten rot.
Fremde Flüche wünschen mir verdienten Tod.