Bäumchen, Bäumchen in der Hand

Kopfstand vor dem Spiegel, Rechts und Links vertauscht.
In meiner hohlen Hand wächst ein wahrlich großer Baum.

Er treibt Zweige, lässt Blätter spriessen und bildet dabei bunte Blüten.

Ich verharre still, ja ich bin wie berauscht,
aus meinem Mund quillt schleimig grüner Schaum.

Rasend schnell reifen Früchte zu faulen Fruchtskeletten,
schon wieder fallen erste braune Blätter nieder wie Kadetten.

Jetzt kommt jemand mit dem Besen und füllt Laub in Plastiktüten.

Bäumchen, Bäumchen in der Hand
Bäume wachsen, Menschen sterben.